Nachdem der Ortsbeirat 2016 gewählt war, haben wir uns zuerst kundig gemacht welche Punkte im OBR am Laufen waren, aber aus irgendwelchen Umständen nicht mehr verfolgt oder bearbeitet wurde. Dabei stießen wir auch auf den AKDE ( Arbeitskreis Dorfentwicklung Idstein West ).

Zu Idstein West gehören alle Dörfer westlich der A3. Also Niederauroff, Oberauroff, Ehrenbach und Eschenhahn. Für diese vier Orte wurde von der Stadt Idstein zusammen mit dem Land eine Fördervereinbarung getroffen. Diese besagt, daß die Orte neue Sachen beantragen bzw. vorhandene Instandsetzen können. Für jedes Ort stehen ca. 200 000,00€ zur Verfügung. 2012 wurde zunächst für jedes Dorf ein sogenanntes Dorfentwicklungs-Konzept erstellt. Dafür gab es in Eschenhahn eine große Arbeitsgruppe, welche viele Ideen ausgearbeitet hat, die auch in dem Heft „Dorf-Entwicklungs-Konzept Idstein-West“ festgehalten wurden. Da sich aber der Bau der Umgehungsstraße weiter nach hinten verschob, und die meisten Ideen vom Bau der Umgehungsstraße abhängig waren, hat sich die Arbeitsgruppe wieder aufgelöst. Es wurde auch nicht mehr der dafür eigens gegründete Arbeitskreis Idstein West, in dem alle vier Orte mit den Arbeitsgruppen vertreten sind und in dem alle Ideen besprochen wurden, besucht.

Als Ortsvorsteher möchte ich allen Bürgerinnen und Bürgern, die an den Ausarbeitungen mitgewirkt haben, recht herzlich für diese großartige Arbeit danken, es war keine leichte Aufgabe. Es war viel Arbeit und viel Engagement für diese Ausarbeitung erforderlich. Nochmals vielen Dank. Vielleicht können ja noch einige Anregungen nach Fertigstellung der Umgehungsstraße realisiert werden.

Als wir dann zum ersten Mal beim Arbeitskreistreffen in Ehrenbach erschienen, haben sich alle gefreut, daß Eschenhahn wieder dabei ist. Auf unsere Frage nach dem Stand der Dinge, haben wir erfahren, daß die anderen Dörfer schon fleißig geplant und auch eingereicht haben, um die entsprechenden Gelder zu bekommen. Auch haben wir erfahren, daß alle Anträge bis September 2019 eingereicht sein müssen, um überhaupt Fördergeld zu bekommen. Das hat uns natürlich etwas den Atem genommen, da wir ja gerade erst am Anfang waren.

Während der Ortsbeiratssitzungen  haben wir dann besprochen, was wir machen könnten, was unabhängig vom Bau der Umgehungsstraße und auch förderbar ist. Anlehnend an einige Ausarbeitungen haben wir dann den Sportplatz, Kinderspielplatz und rund um DGH ins Spiel gebracht. Diese Ideen haben wir dann mit der zuständigen Architektin besprochen, um heraus zu finden, ob auch alles förderfähig ist. Nach eingehender Prüfung, wurde uns die Förderfähigkeit bescheinigt. Daraufhin legten wir sofort mit den Planungen los. Es wurden von uns folgende Sachen geplant und eingereicht.

  1. Kleineres Fußballspielfeld mit Zäunen hinter den Toren
  2. Toilette auf dem Sportplatz für Feste, Tennis, Sportverein usw.
  3. Grillhütte ( wurde separat über Zukunft Dorfmitte gefördert )
  4. Boulefeld
  5. Basketball Feld befestigen ( mit Steinen auslegen )
  6. Pflasterung rund um die Tischtennisplatte
  7. Verkleinerung des Rotplatzes gleich Vergrößerung der Rasenfläche für mehr Platz bei den Festen
  8. Zugang barrierefreie Andienungs- Rettungszufahrt über den Weg zur B275
  9. Andienungsbereich ( Pflasterung ) vor dem Grünschnitt
  10. Verbreiterung der Treppe vom Parkplatz zum DGH
  11. Neue Sitzgelegenheiten auf dem Spielplatz
  12. Neue Balken Schaukel für den Spielplatz
  13. Sitzbank vor dem DGH ( wurde von Zukunft Dorfmitte gefördert )
  14. Insektenhotel
  15. Vergrößerung der Tafel „Öffentlichen Bekanntmachung“ für den OBR und für die Vereine
  16. Freie Bücherausleihe / Tausch Regal ( wurde bei dem Wettbewerb Zukunft Dorfmitte eingereicht )
  17. Bänke für den Sportplatz

Wie man sieht sind das sehr viele Ideen, welche natürlich nicht alle durch die AKDE-Mitteln finanziert werden können, Deshalb haben wir einige Punkte ausgegliedert und bei Zukunft Dorfmitte eingereicht. Ein Projekt darf nur eimal gefördert werden, egal von wem. Um das ganze dennoch durchführen zu können, muß viel Eigenleistung erbracht werden, da in der heutigen Zeit die Firmen ausgelastet und die Stadt denjenigen nehmen muß, welcher wenigstens ein Angebot abgegeben hat, auch wenn der Preis höher ist als die vom Architekten gemachte Kalkulation.

Die Stadt muß im Vorfeld 10 Firmen anschreiben ob sie Interesse an der Ausschreibung haben. Dann wird die Ausschreibung verschickt, in der Hoffnung, alle machen ein Angebot damit das wirtschaftlichste genommen werden kann.

Im Frühjahr 2018 hieß es dann bei der AKDE Sitzung unerwartet, daß der Abgabetermin nicht mehr 2019 sondern auf spätestens September 2018 vorgezogen wurde. Das war natürlich eine Überraschung. Wir hatten aber in der Zwischenzeit unsere Pläne so weit ausgearbeitet, daß der Architekt in Zusammenarbeit mit der Stadt den Förderantrag stellen konnte.

Im Juli 2018 haben wir dann den Förderbescheid über 186.449,49 € erhalten.

Der Bescheid ist natürlich nicht ohne Auflagen. Das heißt, es ist für die Jahre 2018, 2019, 2010 und 2021 genau vorgeschrieben wieviel Geld aus zu geben ist. Man kann es einmal um ein Jahr verschieben, aber dann verfallen die Fördermittel. Deshalb sind wir sehr darauf bedacht, daß das nicht passiert. Früher ausgeben geht allerdings immer, ist aber gar nicht so leicht, wie wir festgestellt haben.

Das größte Problem was wir noch haben, ist die Erweiterung des Kindergartens, welcher einige Umplanungen unsererseits erforderlich machte.

Erst wenn die Erweiterung gebaut ist können wir auf dem Sportplatz beginnen. Was dabei noch zum Tragen kam ist, das der Sportplatz außerhalb der Ortsgrenze liegt und somit die Untere Naturschutzbehörde für die Genehmigungen zuständig ist. Wir hatten schon vorab ein Gespräch mit einem Mitarbeiter der Naturschutzbehörde, welcher alles sehr wohlwollend aufgenommen hat. Nichts desto trotz muß ein Genehmigungsantrag eingereicht werden. Wir hoffen auf baldige Genehmigung. Ansonsten müßte die Stadt die Ortsgrenze erweitern, was allerdings viel viel länger dauern würde. Um die Genehmigung zügig zu erhalten, dürfen wir auf dem Platz vorher nichts machen.

In der Zwischenzeit haben wir unsere erste Ausschreibung für die Verbreiterung der Treppe, die Einhausung der Container und den Spielplatz getätigt. Von den 10 angeschriebenen Firmen hat nur einer der Stadt ein Angebot unterbreitet ,welches hochpreisiger war als kalkuliert. Da aber nur der ein Unternehmen ein Angebot geschickt hatte, muß dieses auch angenommen werden. Jetzt hoffen wir, daß die Firma das auch zügig durchführt, da ja bis 15. Oktober 2019 die Rechnung gestellt sein muß. Die Mehrkosten werden bei den Fördergremien nachgereicht und auch bewilligt, aber nur noch bis Ende diesen Jahres. Das heißt für uns, alle weiteren Projekte müssen noch dieses Jahr ausgeschrieben werden, um die eventuellen Mehrkosten noch zu erhalten.

Anmerkung zum Bus Wendeplatz / Parkplatz.

Laut Informationen der Verkehrsbetriebe wird der Platz nach den neuesten Fahrplänen und auch nach Fertigstellung der Umgehungsstraße nicht mehr als Wendeplatz genutzt. Die Stadt hat diesen Platz aber als Parkplatz für das DGH, Kindergarten, Jugendclub und Feuerwehr ausgewiesen.

Das heißt für das DGH 18 Stellplätze ( ergibt sich aus maximaler Reihenbestuhlung 180 Sitzplätze = 1 Parkplatz pro 10 Sitzplätze ). Für die Feuerwehr 6 Parkplätze ( wurden zwischenzeitlich in die Park Verbotszone vor das DGH verlegt. Diese müssen immer frei gehalten werden, damit bei einem Einsatz keine Parkplätze gesucht werden müssen was zu Einsatz Verzögerungen führt ). Jugendzentrum 2 Parkplätze. Kindergarten 4 Parkplätze. Ergibt 24 Stellplätze auf dem Parkplatz, was schon eine Herausforderung ist, da der Garagenbesitzer eine Zufahrtsgenehmigung zu seinen Garagen hat, welche frei gehalten werden muß. Ganz abgesehen davon, dass die Zufahrt für die Grünschnitt und Container gewährleistet sein muss.

Die Grundidee für die Umgestaltung des Sportplatzes zu einem Mehrzweckplatz war, daß es im Zentrum ( Kirche ) von Eschenhahn keine Möglichkeiten gibt einen offiziellen Platz zu schaffen, da ja alles in privater Hand ist und der Busplatz wie schon beschrieben dafür nicht genutzt werden darf / kann. Außerdem liegt der Sportplatz zwar nicht mittig, aber doch so, daß er von allen Bewohnern gut zu erreichen ist. Auch hoffen wir, daß zukünftig, wenn er fertig ist, alle Feste welche die Vereine veranstalten, dort abgehalten werden. Private Feiern sind natürlich nach vorheriger Absprache auch möglich.

Das war das wesentliche, was wir bisher bei der AKDE  auf den Weg und in Erfahrung gebracht haben. Wie man sieht, ist es vielseitig und nicht immer unseren Vorstellungen entsprechend, sei es bei der Planung, Ausführung oder zügigen Umsetzung. Unsere neue Homepage erlaubt es uns jetzt, Sie über das bisherige und die weitern Fortschritte zeitnah zu informieren.